1.9.2020

Ursprung des Projektes war ein 2018 erschienenes Buch von Till Velten: «Schule der Endlichkeit». Dort führte Till Velten Interviews mit Angehörigen und mit Menschen, die in der Sonnweid arbeiten. Was sich in den Gesprächen zeigte, war unter anderem die dauernde Veränderung der Wahrnehmung von Angehörigen. Um dieses Phänomen künstlerisch umzusetzen, arbeitete Till Velten mit dem Bild des Kaleidoskops – bei jeder Drehung ergeben sich neue Bilder. 

Die erste Idee bestand darin, einen Raum zu kreieren, in dem Licht gebündelt eingefangen wird, gespiegelt und gebrochen wird, wodurch es überhaupt erst seine Schönheit zeigen kann. Rasch zeigte sich, dass dieses Konzept unser Anliegen nicht optimal umsetzt, und so kamen wir zu Kristallen, zu den Steinen, die funkeln und glitzern, je nach Sonneneinstrahlung. Im Februar 2019 kam dann der Entscheid, einen Baum mit Swarovski-Steinen als Skulptur zu realisieren. Es folgten Besuche in Wattens bei Swarovski, unzählige Mails, Pläne, Konstruktionszeichnungen. Das schwierigste Detail waren die Drahtgeflechte, an denen die Steine hängen sollten. Die ganze Konstruktion fertigte die Firma Valenta in Tirol, die einen engen Kontakt zu Swarovski hat, was vieles vereinfachte.

Es sind insgesamt sieben Kreise mit verschiedenen Durchmessern und circa tausend Steine, die bei Sonnenlicht funkeln und glitzern. Eine Rundbank um den Baum wird das Werk vervollständigen.

Wir danken den Menschen, die sich engagiert und mit Herzblut diesem Projekt gewidmet haben: Till Velten, Enzo Bernasconi, Hugo Imfeld, Josef Valenta und Michael Schmieder.

Finanziert wird das Projekt durch Spenden und durch die Sonnweid AG.

Die offizielle Eröffnung im Herbst 2020 wurde abgesagt.